Der Sommer wars…

Hm, war klar. Der Sommer kommt und die Zeit fürn Rechner ist weg.
Mal sehen ob ich jetzt irgendwie die ganzen Bands zusammenbekomme, die ich die letzten Monate gesehen habe.

Da war ja der Gotenklang-Geburtstag (10 Jahre!) am 02.Mai 2009 in Rostock:
Eingeladen hatten wir: Hybryds, Severe Illusion, Mt. Sims, Monozid, FRONTAL, Velvet Condom.
ausser monozid habe ich da auch alle gesehen und mich über Hybryds am meisten gefreut.

Wenn ich mich nicht täusche war das nächste das „Steelfactory“ Festival im MAU Club Rostock am 23. Mai 2009:
Von tEaR!dOwN habe ich nur die Hälfte mitbekommen, weil ich mal wieder zu spät gekommen bin,  Amnistia war besser als alle Auftritte, die ich vorher von ihnen sah. Destroid war mir persönlich zu futurepop-lastig aber die zugaben waren der Hammer 🙂 Das waren Coverversionen von Bigod 20 – The Bog und X Mark The Pedwalk – Abattoir. Tja zu Klangstabil kann man nichts sagen, muss man erlebt haben. Grossartig!!!

Eine Woche später dann das WGT (vom 28.05.2009 – 01.06.2009)
Am Donnerstag zuerst zur Sixtina, weil da die jährliche Eröffnungsparty mit dem (((EBM Radio))) stattfindet. Zwischendurch rüber in die Villa zur Electric Tremor und die Auftritte von T.W.A.T. und Rummelsnuff angesehen. Dann zurück zur Sixtina und bis um 6:00 Uhr aufgelegt.
Freitag im Werk II Tyske Ludder, Sara Noxx & Friends und Die Form angesehen.
Samstag zuerst zum Werk II um den ersten Benecke Vortrag zu hören aber da kam keiner mahre rein 😦 
dann weiter zur Agra und dort dann zu T.A.N.K., Vomito Negro und yelworC getobt.  
Sonntag dann zuerst zur Parkbühne und bei Container 90 wieder mal echt Spass gehabt, dann in den Kohlrabizirkus und Psyche und Client gesehen, dannach ins Werk II zu Winterkälte und als Abschluss das verspätete Mitternachtsspezial Peter Murphy in der Agra.
Der Montag war dann komplett im Kohlrabizirkus mit Combat Company, Turnbull A.C’s, Cat Rapes Dog (watn Scheiss is denn mit denen passiert?)  und KMFDM!

Wieder eine Woche später war das Bodyfest in Stockholms Sugar Bar (06. Juni 2009):
Angetrete waren unsere Rostocker FRONTAL, Kommando XY und Agent Side Grinder, von denen ich total begeistert war und bin.

Nun fehlt mir ein wenig aber das nächste an das ich mich erinnern kann ist das Amphi Festival am 18. und 19. Juli in Köln
Die nacht zuvor hatte ich aufgelegt und so liess ich meinen Bruder meinen Bus nach Köln fahren und schlief die Fahrt über. Was haben wir gesehen? Front 242Leæther Strip, Laibach, Hocico (son bisschen von weitem), Absolute Body Control…glaub das wars, den Rest haben wir gelabert 😉

Vom 24. bis 26. Juli dann das nächste Festival: Familientreffen V in Sandersleben:
Mal wieder mit etwas Verspätung angereist sah ich aktiv am ersten Abend Sturm Café und Parade Ground und nebenbei E-Craft und Spetsnaz (man muss ja erst mal die Bekannten begrüssen). Am zweiten Tag dann Autodafeh, Void Kampf, Sequenz-E, Coinside, A Split-Second und wieder mal Rummelsnuff. Für mich die Highlights des Festivals: Parade Ground und A Split-Second.

Wieder eine Lücke in die auch mein Stockholmurlaub fällt.

Weiter in den Erinnerungen gehts am 29. August in Dresden:
Dort legte ich auf einer im E-40 auf dem Sommerfest auf und es spielten Frontal und Störimpuls.

Ja und dann war letzte Woche (12.09.2009) in Dessauer Beat Club das grossartige Leæther Strip Konzert. Als Support waren dabei Combat Company, T.A.N.K. und Plastic Noise Experience. Combat Company habe ich nicht gesehen, da ich mich draussen mal wieder festgequatscht hatte ^^. Der Club war schon ein halbes Jahr zuvor ausverkauft und ich musste zum ersten mal einen Auftritt (der von Leæther Strip) unterbrechen um zum Atmen rauszugehen, da drinnen die Luft einfach mal alle war. Herrlich!! 🙂

Schlagstrom! Special Event am 18.04.2009 in Berlin

Leider war es mir in der letzten Woche nicht möglich nach Stockholm zu dem zum letzten mal stattfindenden Tinitus-Festival zu fliegen, da ich ja  eine eigene Veranstaltung in Rostock hatte. Dort (in Stockholm) sollten unter anderem The Klinik spielen. Ich tröstete mich aber damit, dass sie  ja eine Woche später in Berlin auf dem Schlagstrom! auftreten würden. Nun gut, wie ich hörte, war das Tinitus nicht gut besucht, hatte Soundprobleme und war auch so nicht der Burner. Also alles richtig gemacht – dachte ich – bis ich dann die Woche die Meldung reinbekam, wegen einer schweren Erkrankung sei Marc Verhaegen von The Klinik in eben jene eingewiesen worden. Stattdessen treten aber Absolute Body Control auf, denn Dirk Ivens ist ja nun mal wegen The Klinik da und Eric van Wonterghem wohnt ja schon fast in Berlin. Shit! zum ersten und Hura! zum zweiten. 

Ich telefonierte herum, wer denn mitkommen will aber erwartungsgemäss waren das ca. keiner bis niemand. Also mal wieder alleine unterwegs. Ist ja auch nicht das Schlimmste.  

Endlich Samstag, der 18.04.2009. Tasche mit T-Shirts, Handtuch, Flyern, etc. gepackt und ab mit dem Auto nach Berlin. Unterwegs musste ich mir erst mal lautstark einige neue CDs anhören, wovon aber nur die „Live Complaints“ von Modern Cubism und evtl. die „4:25reasons“ von 4:25twins zu empfehlen sind, den Rest lass ich mal unerwähnt.

In Berlin angekommen parkte ich wie immer wenn es in die Umweltzone gehen sollte am Prenzl Berg, da ich wegen der mir fehlenden Plakette nicht weiter darf und fuhr mit dem Taxi zum Bunker direkt am Ostbahnhof, schön an der Spree gelegen, in dem sich der Club Maria befindet. Im Berliner Taxi immer die gleichen Gespräche: „Oh in Rostock war ich auch mal….Urlaub an der Ostee ist so schööööön….aber in Hamburg schmecken die Fischbrötchen nicht so gut….“

10 min später war ich dann pünktlich zum Start der ersten Band – dem Berliner Synthesizer Orchester –  im Club. Ein paar Leute begrüsst unter anderem den Tilt, Lage gecheckt und Flyer ausgelegt. Es war verdammt dunkel auf der Bühne so dass ich irgendwie gar keine Bilder machen wollte (Blitzlicht is doof!) und desshalb beschreibe ich einfach dass was ich sah 🙂     

Drei Typen stehen auf der wie schon erwähnt recht dunklen Bühne die vollgeproppt ist mit Gerätschafften, drehen Knöppe und drücken wichtige Tasten und auf der rückwärtigen Projektion läuft in etwa so etwas wie eine stark abgespeckte Winamp-Visualization in schickem Grün. Die doch sehr angenehme synthetische (was ein Wunder bei dem Namen) Ambientmusike läd zum Besuch der Merchstände ein. Da seh ich z.B.,  dass es schon die Lost/Foud von Absolute Body Control in der wieder neu aufgelegten Form zu kaufen gibt wie es Eric mir am 11.10.2008 in Zwickau ankündigte. Na da werden sich ja einige Leute freuen, ich habe aber ein Exemplar der Erstauflage und das ist gut so. Aber am Stand von DAS DREHMOMENT werde ich in der Second Hand Abteilung fündig. Jede Menge CDs und Vinyls in super Zustand zu winzigen Preisen. Meine Tasche füllt sich.

Ah, nächste Band. To Avoid stehen auf der Bühne und legen ordentlich los. Das Licht ist nicht mehr ganz so dunkel aber eine Lichtshow gibt es immer noch nicht. Einfach nur ein gedimmtes weisses und rotes Licht – komisch. Drei Männecken in Uniformhemdchen mit Bandlogo und schwarzer Krawatte. Ich hatte vor Jahren mal eine Promo der Band in der Hand aber die überzeugte mich nicht. Jetzt muss ich sagen, Musike ist ok aber der Gesang/das Geschrei klingt mir zu breiig.  

Als nächstes dann Amnistia aus Leipzig. Endlich buntes flackerndes Licht und Nebel bis zum Abwinken. Musike wie erwartet gut und ich freu mich auf den Auftritt im Mai in Rostock.

Dann Luc van Acker, der verrückte Belgier, den ich schon im vergangenen Jahr im Lagerhof/Leipzig auf dem „Front 242 – Memorial Day“ unter dem Namen Revco World gesehen hatte und ich werde den Verdacht nicht los, dass er diesmal das gleiche Set spielte. Aber nicht schlimm, war ja gut 🙂 Aber die Meinungen waren geteilt, nicht jeder kam mit seinen Live-Bastardsongs/Mashups klar. Ich fands lustig und hatte wieder viel Spass, wie übrigens Eric von ABC auch ;-). Revolting Cocks‘ „Beers, Steers And Queers“ auf Depeche Modes  „Its No God“ oder Warm Leatherette zu New Order kam gut. 

Endlich der Höhepunkt des Abends, Absolute Body Control. Endlich mal wirklich Körperkontakt vor der Bühne und ordentlich Stimmung. Keine Ahnung wie oft ich ABC nun schon gesehen habe aber es ist immer wieder geil. So simple aber so treffende Sound. Bei der letzten Zugabe kam dann nochmal Luc van Acker mit auf die Bühne und ich wusste: Warm Leatherette oder Blue Monday. Es war Blue Monday, Stimmung war am Höhepunkt und auf der Bühne lachten sich Dirk und Eric schlapp. Gegen 3:30 war dann Schluss.

Mit dem Taxi zurück zum eigenen Auto und mit viel schöner neuer (alter) Musike zurück nach Rostock.
Bei den Bilder hab ich mich zum Teil bei Tilts Fotos bedient, der seine neue Kamera getestet hat. Meine Handycam ist irgendwann bei Luc van Acker ausgestiegen.

War ein schöner runder Abend mit netten Gesprächen und Guter Musike!!!