Familientreffen IX | Schallplattenunterhalter Donnerstag

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Und weiter geht die Vorstellung unserer DJs des neunten Familientreffens. Diesmal die langhaarige DJ-Fraktion am Donnerstag:

PUPPE: Ob Würstchenstand oder EBM-Disko – Genosse PUPPE ist immer dicke da, und macht dabei doch immer einen schlanken Fuß. Der gemütliche Mitneunziger (Kilo) hat vor zwei Monaten zum ersten Mal das Wort ‘Friseur’ fehlerfrei aussprechen können und lässt sich seine Haarpracht bei Vollmondritualen von jungfräulichen Sumoringern sauber lecken.  Kompetenz und Bekanntheit erarbeitete sich Puppe bei diversen Szeneveranstaltungen, wie der Neulichtparty, dem EBM-WGT-Warm-Up und dem Mösenberger Freiluftfestival “Lieber Bier als Queer”.

DRILL: Der Erfinder des Berliner Terrordance gilt als absolute Konifere seines Fachs. “EBM-Guru mit langen Haare und Zickenbart” titelte schon die Szenezeitschrift “Schrot & Korn”, und äußerte sich in der aktuellen Märzausgabe 2001 über die positive Wechselwirkung von langem Haar und dem Auflegen alter KK-Records-Platten. Seine Freizeit verbringt Drill im Darkroom des KitKatClubs als ehrenamtlicher Pilzberater. In dieser Position steht er auch in den DJ-Pausen dem geneigten Familientreffen-Publikum zur Verfügung, präsentiert aber auch ein Best-Of aus EBM, Electro, Minimal etc.

Matze: Strenger Fischgeruch und Shanty-Chöre, dem Betreiber einer kleinen Hartz4-Anlegestelle in Rostock ist nichts zu fremd. Matze hat das geschafft, woran so viele vor Ihm gescheitert sind – ein von Kümmelschnaps geschwängertes Publikum mit Liedern von Front242 oder Scapa Flow in Heringsformation über die Tanzfläche zu steuern. Und legt er mal nicht auf, … dann legt er mal nicht auf und verbringt seine knapp bemessene Arbeitszeit mit dem Reinigen von Seemannsbräuten und der ehrenamtlichen Mitarbeit beim Piratensender “EBM-Radio”.

Quelle: familientreffen.electric-tremor.org/

Huch, ich jubiliere!

Am Samstag (16.03.2013) bin ich als DJ für eine Depeche Mode – The Cure Party nach Neubrandenburg eingeladen. Auf Depeche Mode Parties hab ich seit Jahren nicht mehr aufgelegt, da aber meine musikalischen Wurzeln dort liegen, freue ich mich mächtig darauf.  Schliesslich habe ich mit Depeche Mode Parties als DJ angefangen. Und das sogar in Neubrandenburg. Also back to the roots.

Und nu kommts: bei Fazze postete Gordi vor einiger Zeit einen Flyer von genau dieser meiner ersten Party als DJ.
Die war am Samstag fast auf den Tag genau vor 20 Jahren.
Ich fasse mal kurz zusammen: 20 Jahre DJ-Jubiläum, in der gleichen Stadt und mit dem gleichen Partythema. Was für ein Zufall!!!

 

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Der Rest aus 2009

Mann Mann Mann, kaum ein dreiviertel Jahr alt ist dieser Blog und ich komme jetzt schon kaum hinterher.  Also muss ich jetzt erst mal den Rest vom Jahr 2009 abarbeiten, bevor ich hier mit den Konzerten aus 2010 anfange.
Also:

Am 26.09.2009 war ich als Gast-DJ zur Dark Noir in Neubrandenburg eingeladen. Eingeladen war auch das britische Projekt Marlow. Leider interessierte sich niemand so wirklich für diese Band, die ich schon mal in Stockholm  gesehen hatte und deren Label Electro-Shock-Records in Neubrandenburg sitzt. Auch die anschliessende Party bei der DJ Tominous mit mir auflegte war strange, denn ausser Cyber-Industrial-Bummbummbumm  (den ich ja nicht bediene) lief irgendwie gar nichts. Banausen!!!

Im Oktober stand wieder mal Oslo auf dem Programm. Das Elektrostat fand in diesem Jahr am 02. und 03. Oktober statt. Es ist wieder zurück in den Club John Dee gezogen nachdem es komplett auf der Kippe stand und einen Betreiberwechsel mitgemacht hatte. Dieses Festival hat es eigentlich verdient ausfühlich beschrieben zu werden, aber die Zeit….
Auf alle Fälle gilt ein grosses Lob den Veranstaltern und den vielen Helfern, die sich um uns und die Künstler kümmerten. Mal sehen ob ich die Bands noch einigermassen zusammen bekomme: DAF, Mind.In.A.BoxCode 64, Bermuda Triangle, Substate, Kant Kino, The Kick, Anstalt, Diskotek und Campfire Kansas.
Am 03.10. bekamen wir die Möglichkeit Interviews mit DAF und mit Mind.In.A.Box in deren Hotel zu machen. Feine Sache, die auch wieder auf die Kappe der Organisatoren ging. Danke nochmal!  Ich habe bei (((EBM Radio))) auch eine Spezialsendung zu dem Festival gemacht, hier die Playliste.

Der nächste Termin war der 14. 11.2009, das 30. Electric-Tremor-Festival im BeatClub in Dessau. Live dabei waren Pinsel Liest!, The Psychic Force, PP? und Der Prager Handgriff. Leider waren nur wenige Leute da, obwohl es doch ein super Lineup war. The Psychic Force und PP? überhaupt mal zu sehen war schon grossartig und dann auch noch das definitiv letzte Konzert von PP?….
War ein schöner Abend mit ner Menge Spass.

Kurz vor dem Jahreswechsel war dann noch der The Christmas Ball im Capitol Hannover am 27.12.2009. Live dabei waren Destroid (die haben wir verpasst), Suicide Commando (die haben mich enttäuscht), Welle:Erdball (die haben mich überrascht), Covenant (die haben mich fast zum würgen gebracht) und Front 242 (die haben mich ordentlich bewegt 😉 ) Hat sich auf jedeb Fall gelohnt, da wir dort auch noch unerwartet Freunde getroffen haben…..

Nun kann es mit dem Jahr 2010 weitergehen 😉

Der Sommer wars…

Hm, war klar. Der Sommer kommt und die Zeit fürn Rechner ist weg.
Mal sehen ob ich jetzt irgendwie die ganzen Bands zusammenbekomme, die ich die letzten Monate gesehen habe.

Da war ja der Gotenklang-Geburtstag (10 Jahre!) am 02.Mai 2009 in Rostock:
Eingeladen hatten wir: Hybryds, Severe Illusion, Mt. Sims, Monozid, FRONTAL, Velvet Condom.
ausser monozid habe ich da auch alle gesehen und mich über Hybryds am meisten gefreut.

Wenn ich mich nicht täusche war das nächste das „Steelfactory“ Festival im MAU Club Rostock am 23. Mai 2009:
Von tEaR!dOwN habe ich nur die Hälfte mitbekommen, weil ich mal wieder zu spät gekommen bin,  Amnistia war besser als alle Auftritte, die ich vorher von ihnen sah. Destroid war mir persönlich zu futurepop-lastig aber die zugaben waren der Hammer 🙂 Das waren Coverversionen von Bigod 20 – The Bog und X Mark The Pedwalk – Abattoir. Tja zu Klangstabil kann man nichts sagen, muss man erlebt haben. Grossartig!!!

Eine Woche später dann das WGT (vom 28.05.2009 – 01.06.2009)
Am Donnerstag zuerst zur Sixtina, weil da die jährliche Eröffnungsparty mit dem (((EBM Radio))) stattfindet. Zwischendurch rüber in die Villa zur Electric Tremor und die Auftritte von T.W.A.T. und Rummelsnuff angesehen. Dann zurück zur Sixtina und bis um 6:00 Uhr aufgelegt.
Freitag im Werk II Tyske Ludder, Sara Noxx & Friends und Die Form angesehen.
Samstag zuerst zum Werk II um den ersten Benecke Vortrag zu hören aber da kam keiner mahre rein 😦 
dann weiter zur Agra und dort dann zu T.A.N.K., Vomito Negro und yelworC getobt.  
Sonntag dann zuerst zur Parkbühne und bei Container 90 wieder mal echt Spass gehabt, dann in den Kohlrabizirkus und Psyche und Client gesehen, dannach ins Werk II zu Winterkälte und als Abschluss das verspätete Mitternachtsspezial Peter Murphy in der Agra.
Der Montag war dann komplett im Kohlrabizirkus mit Combat Company, Turnbull A.C’s, Cat Rapes Dog (watn Scheiss is denn mit denen passiert?)  und KMFDM!

Wieder eine Woche später war das Bodyfest in Stockholms Sugar Bar (06. Juni 2009):
Angetrete waren unsere Rostocker FRONTAL, Kommando XY und Agent Side Grinder, von denen ich total begeistert war und bin.

Nun fehlt mir ein wenig aber das nächste an das ich mich erinnern kann ist das Amphi Festival am 18. und 19. Juli in Köln
Die nacht zuvor hatte ich aufgelegt und so liess ich meinen Bruder meinen Bus nach Köln fahren und schlief die Fahrt über. Was haben wir gesehen? Front 242Leæther Strip, Laibach, Hocico (son bisschen von weitem), Absolute Body Control…glaub das wars, den Rest haben wir gelabert 😉

Vom 24. bis 26. Juli dann das nächste Festival: Familientreffen V in Sandersleben:
Mal wieder mit etwas Verspätung angereist sah ich aktiv am ersten Abend Sturm Café und Parade Ground und nebenbei E-Craft und Spetsnaz (man muss ja erst mal die Bekannten begrüssen). Am zweiten Tag dann Autodafeh, Void Kampf, Sequenz-E, Coinside, A Split-Second und wieder mal Rummelsnuff. Für mich die Highlights des Festivals: Parade Ground und A Split-Second.

Wieder eine Lücke in die auch mein Stockholmurlaub fällt.

Weiter in den Erinnerungen gehts am 29. August in Dresden:
Dort legte ich auf einer im E-40 auf dem Sommerfest auf und es spielten Frontal und Störimpuls.

Ja und dann war letzte Woche (12.09.2009) in Dessauer Beat Club das grossartige Leæther Strip Konzert. Als Support waren dabei Combat Company, T.A.N.K. und Plastic Noise Experience. Combat Company habe ich nicht gesehen, da ich mich draussen mal wieder festgequatscht hatte ^^. Der Club war schon ein halbes Jahr zuvor ausverkauft und ich musste zum ersten mal einen Auftritt (der von Leæther Strip) unterbrechen um zum Atmen rauszugehen, da drinnen die Luft einfach mal alle war. Herrlich!! 🙂

Kraftwerk am 26.04.2009 in der Wolfsburger Autostadt

Im Herbst 2008 bekam ich den Tipp eines Freundes, dass Kraftwerk im Frühjahr 2009 drei exklusive Konzerte an einem Wochenende in Wolfsburg geben sollten. Im Netz fand sich dazu: Autostadt präsentiert im Rahmen der Movimentos Festwochen 2009 KRAFTWERK am 25.04.2009 um 20:00 Uhr, 25.04.2009 um 23:59 Uhr und am 26.04.2009 um 20:00 Uhr. Ok, ich entschied mich für den 26. April, einem Sonntag, da ich ja im Herbst noch nicht wissen konnte, ob ich evtl. an dem 25. April noch auflegen musste, was ja dann auch so war. Am 17.12.2008 bekam ich dann wieder einen Anruf meines Tippgebers: „Matze, morgen früh um 9:00 Uhr beginnt der Kartenvorverkauf!“ Die Karten waren nur über die Homepage www.kraftwerk.com zu bekommen, nur je zwei pro Person. Ausserdem waren die Karten personalisiert, so dass man im Dezember schon angeben sollte, mit wem man zum Konzert kommt. Dies alles sollte dem Schwarzmarkt entgegenwirken. Ich bin also am 18.12.2008 morgens um 8:30 Uhr an den Rechner und registrierte mich in dem Shop. Pünktlich um 9:00 Uhr waren dann die „BUY“ – Buttons aktiviert und ich bestellte für mich und meinen Bruder die Tickets. 9:04 Uhr hatte ich dann die PDF-Files in meinem Mailordner. 

Endlich: Sonntag, der 26.04.2009. Ich hatte den Abend zuvor auf der „The Crypt“ Party aufgelegt und nicht wirklich viel geschlafen. Mittags erhielt ich einen Anruf von meinem Freund und Tippgeber, der am Abend zuvor das Kraftwerk-Konzert besucht hatte. Er erzählte mir wie es bei ihm war, Stromausfall beim Konzert etc.
Kurz nach 15:00 Uhr machten wir uns auf den Weg ins etwa 400 km entfernte Wolfsburg und kamen dort pünktlich um 19:00 Uhr zur der Einlasszeit an. Das erste was uns komisch vorkam war ein Verkehrschild auf dem uns freundlich von einem Helfer gezeigten Parkplatz auf dem statt STOP das Wort SMILE stand. Auf dem Weg zum Heizkraftwerk durch die recht futuristisch designte Autostadt begegneten uns Unmengen dieser netten und adretten Helfer und besonders Helferinnen.   

In dem Kraftwerk angekommen ging das Staunen richtig los. Überall standen noch die original Maschinen, Turbinen, Rohrsysteme, Schaltschränke, etc. rum, herrlich mit blauem, rotem oder grünem Licht ausgeleuchtet. Aus einem mehrere Stockwerke hohem Schacht hingen Ketten und tropfte Wasser. Das alles erinnerte mich stark an die guten alten Gotenklang – Zeiten in der Alten Gerberei in Rostock. Damals haben wir dort auch die alten Maschinen so mit Licht in Szene gesetzt. Wir rannten wie japanische Touristen durch das Kraftwerk und machten ein Foto nach dem anderen; kann man ja vielleicht mal für Flyer benutzen. Freundlich von den Helferinnen (oder sagt man besser Hostessen?) in die richtige Richtung gelenkt erreichten wir die „Ecke“ an der das Konzert stattfinden sollte. Man war das klein hier. 1100 Karten waren pro Konzert verkauft worden und mehr hätten echt nicht reingepasst. Kein Vergleich zu meinem letzten KRAFTWERK-Konzert im Tempodrom/Berlin.  Wir hatten natürlich Stehplätze und mussten in den etwa 5 bis 6 m breiten Graben zwischen Bühne und Rang, auf dem die „Sitzer“ sassen. Eine nicht wirklich gut gelungene Lösung der Raumaufteilung, denn der Rang war extra eingebaut worden.

Pünktlich um 20:00 Uhr wurde es dunkel und es erklang die seit Jahrzehnten typische Vocoderstimme mit: „Meine Damen und Herren….heute Abend…..usw.“ und eröffnete das Konzert. Die Leinwand, die die Bühne verhang wurde von hinten rot angestrahlt, so dass die Silhouetten der vier Musiker darauf abgebildet wurden. „The Man-Machine“ war wie gewohnt der erste Titel. Die Leinwand fuhr hoch und da standen sie. Nachdem Florian Schneider im letzten Jahr die Band verlies, ist nur noch Ralf Hütter von den Gründungsmitgliedern auf der Bühne.  Ersetzt wurde Florian 2008 und wahrscheinlich nun dauerhaft von Stefan Pfaffe, einem Mitarbeiter im Düsseldorfer Kraftwerk-Studio „Kling Klang“, der als Video-Operator eingesetzt wird. Weiterhin auf der Bühne waren Fritz Hilpert, der seit 1990 bei der Band ist und Henning Schmitz, seit 1991 dabei. Rein optisch wirkt Stefan etwas komisch auf der Bühne, denn er überragt alle um Längen und sieht aus, als wäre er noch nicht mal in Planung bei seinen Eltern gewesen als die „Kraftwerk“ LP 1970 erschien.

Wie schon seit einigen Jahren standen die vier auf Podesten, mit einer riesigen Leinwand im Hintergrund. Die Lichteffekte sind minimal, wie ja auch die Musik , pro Person zwei Strahler von vorn oben und einer von hinten unten. Desweiteren war noch Licht unter dem Podest, mehr nicht.

Der Sound war wieder mal genial, teilweise in 5.1 aber anfangs, vielleicht aus Rücksicht auf die doch recht zahlreichen älteren Besuchern etwas zu leise. Man konnte sich locker nebenbei unterhalten. Das wurde aber später korrigiert. Gegen Mitte des Konzertes kam die Leinwand wieder runter. Alles klar, „Die Roboter“ kommen. Nach einer kleinen Umbaupause in der die Musiker durch die bekannten Roboter ausgetauscht wurden ging es weiter. Weisses Licht flackerte hinter der Leinwand und projizierte die Schatten der Roboter auf die Leinwand. Jubel!!! Die Leinwand ging hoch und da „tanzten“ sie, die Roboter. Nach dem Lied dann „Kommando  zurück!“ – Roboter runter, Musiker wieder rauf. In der kurzen Pause verteilten Hostessen 3D-Brillen. Es war ein lustiges Bild die ganzen Leute mit den weissen Brillen zu sehen und wurde natürlich festgehalten 😉 Nun ging es erst richtig los. Die Leinwand ging zum Song „Numbers“ wieder hoch und uns flogen die Zahlen um die Ohren. Geniale 3D-Effekte jetzt bei jedem Lied, „Vitamin“, „Radioaktivität“, etc. Geil!
Die Band hatte die „Roboter“-Pause genutzt um sich umzuziehen. Jetzt waren die schwarzen Anzüge mit den Gitternetzlinien dran, die irgendwie an den Film „Tron“ erinnerten. Dann kam der letzte Song „Music Non Stop“. Die Musiker verliessen nacheinander von rechts nach links die Bühne und machte ihre Verbeugung. Alles ganz klassisch. Als letztes ging dann Ralf Hütter mit einem „Gute Nacht!“ und alles war vorbei.
Schönes Konzert aber bis auf die 3D-Geschichte das Gleiche wie zur „Minimum-Maximum“-Tour.

Nach dem Konzert holten wir uns noch ein/zwei T-Shirts, unterhielten uns mit ein paar Bekannten, rannten noch einmal fotografierend durch alle begehbaren Winkel des Kraftwerks und machten uns dann auf den Heimweg nach Rostock.

Alles in allem ein schöner Sonntagsausflug!

Hier wieder einige Handypix…

Project Pitchfork und Schleim am Arm (24. April 2009)

Eigentlich war für mich und heute einfach nur das Project Pitchfork Konzert im Rostocker Mau angesagt aber nööö, Kollege ist ausgefallen und so hatte ich noch Dienst im Pleitegeier², heisst, ich hatte mich um die Technik etc. für die dort heute spielende Band zu kümmern. Wir haben da vielleicht einmal im Jahr eine Band aber ausgerechnet heute war dieses eine Mal. Russian Doctors heisst die Combo aus Leipzig, bestehen aus Doktor Makarios (dem Einen oder Anderem auch als Sänger der Band Die Art bekannt) und Doktor Pichelstein, der während des Auftrittes vom „schnellsten Akkustikgitarrenspieler Ostdeutschlands“ zum „schnellsten Akkustikgitarrenspieler der Welt“ avancierte. Nur mit Klampfe und Stimme bewaffnet betraten sie gegen 20:45 die „Bühne“ und liessen ihre musikalisch-poetischen Salven ganz im Sinne des grossen Russen Pratajev auf uns ab. Es ging dabei hauptsächlich um Schnaps, Weiber, Schnaps, und Saufen; und Weiber – ach ja, und um Tiere. Lieder wie „Schleim am Arm“, „Tote Katzen im Wind“, „Schlips aus Lurch“, „Der Kuh geht’s gut“, „Schnapsbar“ oder „Harte Wirtin“ amüsierten das Publikum. Besonders die beiden Ladies vom Tresen entwickelten ein groupiehaftes Verhalten mit dazugehörendem typisch hochfrequentem Gekreisch. Besonders die Aussicht darauf, dass man die Band ja am nächsten Tag, dem Samstag, schon wieder sehen würde (sie spielen in Niex, einem Dorf bei Rostock), bewirkte bei den beiden ein Hochgefühl, das mir ehrlich etwas Angst machte. Nunja, pünktlich um 22:00 Uhr – also um 22:15 Uhr – war das Konzert samt Zugaben zu Ende.
Fazit: Überhaupt nicht meine Mugge aber es hat ehrlich Spass gemacht.

So, ab ins MAU. Per Telefon hab ich erfahren, dass die Vorband Heavy Current schon durch war und dass die Pitchies bereits angefangen haben. Also um Heavy Current tat es mir nicht wirklich leid aber von Project Pitchfork wollte ich noch möglichst viel mitbekommen.
Am MAU angekommen, rein und Schock: erstens weil das MAU mit knapp 400 Leuten angenehm gefüllt war und zweitens: die Lüftung war aus. Ich hatte nach den letzten Veranstaltungen schon gar nicht mehr geglaubt, in Rostock noch Leute für Konzerte dieser Szene begeistern zu können. Da geht wohl doch noch etwas!

Nach einigen Begrüssungen und wie ich erfuhr ca. 20 verpassten Minuten meinerseits stürzte ich mich in die tobende Masse, suchte den Spass und fand ihn. 🙂 Pitchfork spielten ein Potpurie ihrer Hits von 1990 bis heute. Ich war von Peter Spilles besonders überrascht. Bei meinem letzten Project Pitchfork Konzert war er absolut Scheisse drauf, sprach zwischen den Songs kein Wort und riss einfach das Konzert seelenlos runter.  Heute hatte er echt Spass und das übertrug sich. Nach einer halben Stunde ging dann auch die Lüftung wieder (jemand an der Bar hatte wohl aus Versehen einen Notschalter bedient und somit die Lüftung abgeschaltet) aber heiss blieb es trotzdem bei dem Alarm vor der Bühne. Nach zwei Zugaben (natürlich dufte da auch „Souls“ nicht fehlen) war dann Schluss und ich echt froh, dass ich noch gut eine Stunde vom Konzert mitbekommen habe. 

Ich habe natürlich wieder mein Handy zum Einsatz kommen lassen 😉

 

Russian Doctors